All about Low Fat

Low Fat, fettarm oder Fett-reduziert. Was heißt das?

Leider hört man immer noch oft den Spruch: „Fett macht fett!“ – Eine längst veraltete und bewiesener Maßen nicht zu haltende Aussage im Bezug auf die Low Fat Diät.

Trotzdem ist sie Leitgedanke der Low Fat-Diäten und immer noch fest in den Köpfen Vieler verankert. Nicht umsonst boomen Light-Produkte wie nie zuvor – Adé gute Butter, hallo Light Käse,Light Sahne und auch light Chips. Meist hellblau und „leicht“ verpackt, springen sie uns im Regal direkt ins Auge und suggerieren uns maßlosen Genuss.

Wer eine low Fat (engl. wenig Fett) Diät macht, hat mit diesen Produkten einen klaren Vorteil. Denn Prinzip der Diät ist eine meist stark reduzierte Fettaufnahme.
Dabei sind die Grundregeln jedoch relativ einfach. Die extremste Form erlaubt bis zu 30g Fett pro Tag. Eine andere wiederum 30-60g. Die dritte Möglichkeit ist die Auswahl von Lebensmitteln, die auf 100g nicht mehr als 30g Fett enthalten.
Wer also nur auf den Fettgehalt schaut, ist mit Light-Produkten gut bedient.

Fakt ist: EIN GROßTEIL DER BEVÖLKERUNG ISST MIT 150g FETT PRO TAG FAST 3 MAL SO VIEL FETT ALS GESUND WÄRE!

Fett hat mit 9,3kcal pro Gramm einen 3mal höheren Energiegehalt als Eiweiße und Kohlenhydrate. Bei der gleichen Menge an Nahrung nimmt man mit sehr fettreichen Lebensmitteln folglich 3 Mal so viel Kalorien zu sich und das macht selbstverständlich auf Dauer dick. Empfohlen wird daher eine Menge von ca. 60g Fett pro Tag.
-nicht das Fett an sich macht Fett, sondern die Menge.

Low Fat - Die Menge macht´s
Low Fat heißt nicht No Fat


Welche Vorteile bietet also eine Low Fat-Diät?

Wer sich fettarm ernährt, sparrt einiges an Kalorien. Wer abnehmen möchte, muss ein Defizit in seiner Kalorienbilanz haben. Wer 1+1 zusammenzählt stellt also fest : Mit fettarmer Ernährung schafft man leichter ein Kaloriendefizit als mit kohlenhydratarmer Ernärhung und nimmt daher schnell ab.
– vorausgesetzt, er übertreibt es nicht mit Kohlenhydraten und Eiweißen-

Was viele freuen wird: Kalorienzählen ist in einer Low Fat-Diät nicht vorgesehen. Lediglich das Fett wird im Auge behalten und durch Gemüse, Obst, Brot, Pasta oder eben fettärmere Varianten ausgetauscht.
Das macht die Umsetzung einfach und lässt sich somit gut in den Alltag integrieren, denn Alternativen gibt es viele.

Es hat sich ebenfalls gezeigt, dass ein Verzicht auf fettreiche Nahrungsmittel die Blutzuckerwerte verbessert und Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfällen vorbeugt. Freuen wird es auch Freunde und Familie, denn laut einer australischen Studie soll Low Fat auch zu einer besseren Laune führen als Low Carb ;).

Warum ich einer stark fettreduzierten Ernährung kritisch gegenüber stehe?

Fett allein macht eben nicht Fett! Bei einer Low Fat-Diät wird leider kein grundlegendes Verständnis für gesunde Ernährung vermittelt. Viele Light-Produkte sind beispielsweise fett-, aber nicht kalorienarm. Denn der Fettverlust wird hier all zu gerne durch andere Geschmacksträger wie Zucker und Konservierungsstoffe ausgetauscht.
Zudem braucht der Körper ausreichend Fett und viele Funktionen, wie den Hormonhausalt und damit den Fettstoffwechsel und die Vitaminaufnahme, aufrecht zu erhalten.

Ich bin absolut dafür, die Fettaufnahme am Tag im Auge zu behalten, denn versteckte Fette lauern überall und ab und zu ist es uns einfach nicht bewusst, wie viel wir wirklich am Tag zu uns nehmen.

Hier mal ein Beispiel wie du bereits die Hälfte deines Tagesbedarfs ganz schnell gedeckt hast:

1 Croissant: 20 Gramm Fett
100 Gramm Bratwurst: 28 Gramm Fett
100 Gramm Rinderhack: 14 Gramm Fett
100 Gramm Mozzarella: 20 Gramm Fett

Eine weitere Lebensmittelliste mit Angaben zum Fettgehalt findest du hier.

 Zu viel Fett in Form von Fleisch ist ebenfalls ungesund für die Nieren und den Cholesterinspiegel, sodass mit einer fettbewussten Ernährung dem ebenfalls entgegen gewirkt werden kann.

-ein Plus außerdem für die Tierhaltung-

Wer sich fettbewusst ernährt, sollte daher auch nicht nur auf die Menge, sondern auch die Art des Fettes achten. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Nüssen, Oliven und Avocados und auch fettreichem Fisch wie Lachs, sind essentiell für den Körper uns sollten in ausreichendem Verhältnis in unserer Ernährung enthalten sein. Auch Pflanzenöle wie Olivenöl und Rapsöl sollten nicht fehlen.

Mein persönlicher Rat

Fettbewusst JA, stark fettreudziert NEIN.
Es ist sehr sinnvoll und erfolgsversprechend für eine Abnahme, wenn die Fettaufnahme am Tag im Auge behalten wird und zu fettärmeren Alternativen gegriffen wird.
Light-Produkte sollten dabei aber eher die Ausnahme sein, da sie einen falschen Eindruck von „gesund“ vermitteln und stark verarbeitet sind.
Stattdessen sollte viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, kombiniert mit Lebensmitteln mit gesunden Fetten wie beispielsweise aus Nüsse, Fisch und Pflanzenölen.
Wenn doch mal etwas fettiges auf dem Speiseplan steht, wird einfach an anderer Stelle am Tag gespart.
Fettärmere Varianten für einen bunten und abwchslungsreichen Ernährungsplan gibt es massig. Und dabei muss nicht gefürchtet werden, dass auch am Geschmack gesparrt wurde.

Schau doch einfach mal bei meinen Low Fat Rezepten rein und lass dich inspirieren.


Du möchtest Dich außerdem ausgewogen, gesund und fettbewusst ernähren, weißt aber nicht genau wie Du es anstellen sollst?
Du findest Dich alleine nicht zurecht im Ernährungsdschungel?
Kein Problem! – Schreib mir einfach über meine Facebook Gruppe eine private Nachricht und wir vereinbaren ein kostenloses Skype Gespräch. Ich freue mich auf Dich!

Deine Kirsten

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